Сontent Marketing im E-Commerce: Warum es sich lohnt

Jan 14, 2020
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Die offene Werbung verliert seit Jahren an ihre Überzeugungskraft. Ob offline oder im Web: Direkte Kaufaufforderungen erweisen sich als weniger wirksam. Einerseits reagieren die Verbraucher unbewusst auf unerwünschte Werbeinhalte nicht (die sogenannte Bannerblindheit), andererseits stellt es im Internet gar kein Problem dar, sich vor der Werbung mit Hilfe von diversen Adblockern abzuschotten. Darüber hinaus kann die agressive Werbung negative Gefühle auslösen, die oft auf eine Marke projiziert werden. 

Wie gelingt es dann, mit potenziellen Kunden in Kontakt zu treten und unaufdringlich ihre Kaufentscheidung zu beeinflussen? Content Marketing - so heißt die Lösung. Das Mittel ist zwar nicht neu, doch es gibt weiterhin Onlineshops, die sich weigern, Content Marketing einzusetzen. Wir möchten dir jetzt aufzeigen, welche Vorteile hochwertige Inhalte mit sich bringen und was du berücksichtigen solltest, damit sie sich anhaltend auszahlen.

Was ist Content Marketing? 

Content Marketing beschreibt eine ausgeklügelte Strategie der Kommunikation mit dem Kunden, die durch relevante Inhalte zum Kauf bewegen soll. Global gesehen verfolgt Content Marketing das gleiche Ziel wie die Werbung, verwendet aber etwa andere Tools, um die Botschaft zu transportieren. Im Vergleich zu Werbetexten, die auf Produkte aufmerksam machen und unmittelbar zur Handlung aufrufen, lässt sich der Kunde bei Content Marketing Schritt-für-Schritt zur Kaufentscheidung führen,  indem ihm nützlicher Content angeboten wird. Das Schlüsselwort lautet hier “Mehrwert bieten”, deshalb fokussieren sich Inhalte nicht auf verkaufte Produkte, sondern auf Problemlösungen, welche diese liefern. Unterstützen, helfen und beraten steht im Mittelpunkt des Content Marketing. 

Content Marketing für Onlineshops: Pro- und Contra 

Wenn es um die Vorteile geht, so sprechen sehr viele Argumente für den Einsatz von Inhalten zu Marketingzwecken. Erstens werden hochwertige Inhalte gegenüber der Werbung positiver wahrgenommen und seltener weggeklickt. Zweitens erlaubt Content Marketing, mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen - von der Kundengewinnung und -Bindung über den Markenaufbau bis hin zu SEO. Es ist machbar, ohne dass man hierfür viel Geld investieren muss. Und das Beste daran ist, dass wertvolle Inhalte den Evergreen Content darstellen, der auf deine Ziele über lange Zeit hinweg hinarbeiten wird.

Hier sind die wichtigsten Vorteile im Überblick, die sich durch qualitative Inhalte für deinen Onlineshop ergeben. 

 

Markenbekanntheit fördern - Inhalte, die eine umfassende Kompetenz demonstrieren, bieten die Möglichkeit, die Bekanntheit deiner Marke zu steigern. Magazine, Blogs oder Berater, die deinen Besuchern weiterhelfen, verschaffen deinem Onlineshop eine zusätzliche Aufmerksamkeit und sorgen dafür, dass deine Marke mit Professionalität in Verbindung gebracht wird. 

 

Leads generieren und neue Kunden gewinnen - Durch nützliche Inhalte, welche starke Seiten deiner Produkte illustrieren, kannst du das Interesse für dein Angebot wecken und deine Kunden für den Kauf begeistern. Mit Hilfe von Umfragen, Statistiken oder Infografiken lassen sich zudem eventuelle Zweifel in Bezug auf bestimmte Waren bzw. deren Qualität aus dem Weg räumen. 

 

Bestehende Kunden binden - Mit Content Marketing gelingt es dir die Bindung zu den bestehenden Kunden herzustellen, indem du ihnen näher bringst, wie deine Produkte richtig bzw. effizienter verwendet werden können. Mit Ratgebern, Videos, Podcasts und Tutorials haben sie eine Hilfestellung zur Hand. Das sollte auch zur Kundenloyalität beitragen und das Vertrauen in deinen Shop stärken.

 

SEO - Durch interessante Inhalte halten sich Leser länger auf der Website auf, was für Google ein entscheidender Faktor bei der Ausgabe in den Suchergebnissen ist. Durch höhere SERP-Positionen bekommt dein Shop gesteigerten Traffic. In Blogbeiträgen und anderen Arten von Inhalten steckt auch ein großes Potenzial für den Linkaufbau. 

 

Reichweite erhöhen - Beiträge, die für potenzielle Kunden von Nutzen sind, werden häufiger und schneller weiterverbreitet. Durch das Teilen auf Social Media, Erwähnungen oder Verlinkungen kann die Reichweite deines Onlineshops gesteigert werden. 

 

Content Marketing weist in der Tat keine bedeutenden Nachteile auf. Der wichtigste Grund, warum Onlineshops darauf verzichten, liegt darin, dass die Erstellung von guten Inhalten normalerweise personalintensiv und zeitaufwändig ist. Insbesondere den kleineren Unternehmen fehlen oft die menschlichen Ressourcen, um Content Marketing anhaltend zu betreiben. Ein weiteres Moment, von dem sich Shopbetreiber entmutigen lassen, ist, dass das Ergebnis aller Bemühungen erst nach einiger Zeit ersichtlich ist.  Es ist so, dass auch sehr gute Inhalte deine Umsätze nur indirekt beeinflussen. Der Kauf findet nicht unbedingt gleich nach dem Durchlesen von nützlichen Materialien statt: Wie bekannt dauert die Customer Journey je nach Produkt bis einige Monate.  Zu erwähnen ist noch, dass Content Marketing trotz vieler Vorteile auch nicht hundertprozentig garantiert, dass aus jedem deiner Blog-Besucher ein Kunde oder mindestens ein Stammleser wird.

 

Für Unternehmen, die über keine Budgets für die Erstellung von eigenen Inhalten verfügen, ist als Alternative Content Curation (zu dt.: Kuratieren von Inhalten) zu empfehlen. Der Begriff steht für das Aufbereiten, Zusammenstellen sowie Veröffentlichen von Inhalten, die von Dritten erstellt wurden. Außerdem werden hilfreiche Gastbeiträge sowie andere Inhalte, die von Experten stammen, ganz gut funktionieren, um einen Mehrwert für den Kunden zu schaffen und sollen sich ebenfalls positiv auf deine Autorität auswirken.  

Content Marketing: Das solltest du beachten

Obwohl sich Content Marketing des Öfteren als Blogs versteht, beschränkt sich diese Methode nicht nur auf Blogartikel. Zu den gängigen Arten von Inhalten, die einen Mehrwert bieten können, zählen auch Studien, Statistiken, Umfragen, Infografiken, E-Books, Whitepaper, Infografiken, Videos, Anleitungen, Podcasts, Bilder, GIFs u.a. Welche davon man verwenden soll, kommt in erster Linie auf das gesetzte Ziel an. Was willst du mit Inhalten erreichen - Kunden informieren, unterhalten oder beraten? Es sei gesagt, dass sich Content-Arten je nach Produkt und Bereich unterscheiden können. Für komplizierte Artikel, die einer ausführlichen Erklärung bedürfen, kommen beispielsweise Whitebooks und Leitfäden gut an.  Außerdem solltest du bei der Erstellung von Inhalten die ganze Customer Journey in Erwägung ziehen und abhängig von der Phase deine Besucher mit jeweiligen Materialien versorgen.  

Phasen Empfohlene Content-Arten
Neukunden Visuelle Inhalte, Infografiken, Blogbeiträge, Magazine
Warme Leads Demo-Versionen, Videoreviews 
Kaufabsicht wird konkret Fokus auf Vorteile des Produkts, Empfehlungen zur Auswahl, Rabattaktionen
Kunden Infos zur Nutzung, neuen Versionen, Updates und Angeboten

Bevor du ins Content-Marketing einsteigst, ist es ratsam, einen detaillierten Content-Plan zu erstellen. Du kannst einen Blick auf den Beitrag von Vladislav Melnik werfen,  der dieser Frage auf dem Chimpify-Blog nachgeht. Kurz gefasst sieht die Arbeit an Inhalten folgenderweise aus:

  • Ziele definieren (Bekanntheit, Expertiseaufbau, Besucher, Neukunden oder Kundenbindung)
  • Passende Content-Art wählen (Video, E-Book, Blogartikel usw.) und deren Eigenschaften  (informierend, unterhaltsam oder hilfreich) bestimmen
  • Inhalte erstellen
  • Publikationsdaten festlegen 
  • Content publizieren
  • Effektivität auswerten

 

Ein paar Tipps für hochwertige Inhalte:

  • Behandle Themen, die für deine Zielgruppe interessant sind
  • Erstelle einmalige Inhalte (Detaillierte Erklärung zur Einzigartigkeit findest du im Beitrag von Awantego)
  • Sorge für ansprechende Gestaltung der Beiträge, hohe Qualität von Videos und Podcast-Aufnahmen
  • Die Kreativität bei der Contenterstellung ist natürlich gefragt. Verwende unkonventionelle Ideen, Humor, um dich von deinen Mitbewerbern abzuheben
  • Optimiere deine Inhalte für SEO und denke dabei vor allem an deine Leser, nicht an nur Google

Häufige Fehler vermeiden

Wenn du kurz davor bist, dich ins Content-Marketing zu stürzen, dann solltest du nicht aus den Augen verlieren, dass neben qualitativen Inhalten auch weitere Faktoren mitentscheidend für den Erfolg sind. Was noch ist in deinem Content-Marketing zu berücksichtigen? Diese Maßnahmen helfen dir, die häufigsten Fehler zu vermeiden:

  • Du solltest Inhalte regelmäßig produzieren. Gelegentliche Beiträge genügen nicht, um Besucher für deinen Blog neugierig zu machen.
  • Vergiss nicht, deinen Content über verschiedene Kanäle (Newsletter, Social Media, bezahlte Ads) zu verbreiten.
  • Was gemessen werden kann, lässt sich auch leichter verbessern. Deshalb solltest du ständig die Effektivität deines Content Marketing analysieren und im Auge behalten, welchen Einfluss diese oder jene Inhalte auf deine Verkäufe haben.

Erfolgreiche Onlineshops, die auf Content Marketing setzen

Du bist dir immer noch nicht sicher, ob es sich lohnt, Content Marketing in deinem Onlineshop  einzuführen? Wir haben die Websites von umsatzstärksten Onlineshops besucht, die zu Top 100 in Deutschland 2019 gehören. Sehr viele Shop aus dieser Liste betrachten Content Marketing als Bestandteil ihres Erfolges und verfügen über ein Blog, Magazin oder einen Ratgeber.

 

Douglas

Blog von Douglas

Douglas lässt seine Kunden nicht im Stich, wenn sie Entscheidungshilfe benötigen.  Die Besucher erfahren im Beauty-Blog der bekannten Kosmetikkette alles über Schönheitsmittel, Kosmetikbrands sowie erhalten jede Menge Infos zur Pflege. 

 

Fressnapf

Fressnapf - der führende Verkäufer von Tierbedarf - stellt die Unterstützung der Tierhalter in den Vordergrund und gibt den Shop-Besuchern nützliche Tipps auf Seiten seines Ratgeber-Magazins.

Mister Spex

Auf dem Firmenblog gibt Mister Spex Einblicke in den Alltag des Unternehmens, macht die Blog-Leser mit seinem Team bekannt, verschaffen einen Überblick über aktuelle Brillen-Trends sowie liefert Ratschläge zum Lifestyle.

 

Ikea

Das Einrichtungsunternehmen Ikea geht auf seinem Blog auf aktuelle Themen wie Umwelt, Nachhaltigkeit oder Kultur ein und zeigt, wie man sein Interior auf dem neuesten Stand halten kann.

 

Thomann

Im Online-Ratgeber von Thomann gibt es viel zu entdecken. Das Musikhaus informiert über das Recording Equipment, Musikinstrumente sowie wirft Themen auf, die für Musikproduzenten und Bands aktuell sind. 

Fazit

Content Marketing ist ein langwieriger Prozess, der nicht auf ein sofortiges Ergebnis abzielt, sondern langfristige Vorteile bietet. Damit du als Shop-Betreiber von Content-Marketing profitieren kannst, sollte die Erstellung und Veröffentlichung von Inhalten den Bedürfnissen deiner Zielgruppe nachgehen und gut geplant sein. 

OK
Olga Kulmann
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v Beschweren

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2 Comments

2020-01-20 13:34:41

Ich glaube, dass sich Content Marketing in absolut jedem Bereich lohnt. Ob das jetzt E-Commerce ist, oder irgendeine andere Art von Business. Selbst für lokale Geschäfte wäre Content Marketing meine erste Wahl.nnDen größten Vorteil sehe ich nach 20 Jahren Online Marketing Erfahrung darin, dass du wichtige Assets für deinen eigenen Kanal schaffst, statt die Kanäle anderer mit Inhalten zu füllen. nnDass das Setzen auf andere Kanäle nicht immer die beste Lösung ist, sieht man alleine am Beispiel Facebook. Als Dank für die zahlreichen Inhalte, die von Unternehmen für Facebook geschaffen werden, wird die organische Reichweite extrem abgesenkt.nnDu musst also dafür bezahlen, dass die Nutzer des Netzwerks die Inhalte sehen, die du mit hohem Aufwand für das Netzwerk erstellt hast. Klingt in meinen Augen nicht nur Paradox - ist es auch.

2020-01-21 10:12:05

Hallo Heiko, vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie haben hier Recht, was die aufwändige Content-Erstellung speziell für Facebook oder ähnliche Systeme anbetrifft. Das Netz ist aber gut, um eigene Inhalte auf anderen Ressourcen zu promoten. Beispielsweise FB-Posts, die eine Übersicht über Beiträge auf dem LykeUp-Blog bieten, finde ich sehr leserfreundlich. LG, Olga

Zuletzt Aktualisiert : Jan 14, 2020

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